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2023: Rückblick

Was war das für ein BMW BERLIN-MARATHON? Der 24. September 2023 ist als einer der größten Festtage des Laufsports in die Geschichte eingegangen: Bereits vor dem ersten Startschuss war die Rekordzahl von 47.912 Meldungen aus 156 Nationen eingegangen. Und damit ist allein der Marathon der Läufer:innen gemeint. Von ihnen erreichten 43.010 das Ziel am Brandenburger Tor. Dies ist die zweithöchste Zielzahl in der Geschichte des Rennens. An der Spitze lief Tigst Assefa mit einem Weltrekord in völlig neue Dimensionen. Eliud Kipchoge gewann zum fünften Mal. Amanal Petros pulverisierte den deutschen Rekord. Und Domenika Mayer wurde zur zweitbesten Deutschen aller Zeiten. In diesem digitalen Finisher-Magazin haben wir alle Geschichten und die besten Bilder rund um den 49. BMW BERLIN-MARATHON für dich zusammengetragen. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen, Bilder gucken und in Erinnerungen schwelgen!

BESTE DEUTSCHE Domenika

BESTE DEUTSCHE Domenika Mayer lief mit 2:23:47 Stunden auf Rang 14. Damit stieg sie auf zur zweitschnellsten deutschen Marathonläuferin aller Zeiten. Schneller war nur Irina Mikitenko, die 2008 mit dem deutschen Rekord von 2:19:19 Stunden in Berlin gewann. Text: Christian Ermert Domenika Mayer

Es ist erst eineinhalb Jahre her, da entschied sich Domenika Mayer ziemlich spontan, ihren ersten Marathon zu laufen. Und gewann auf Anhieb in Hannover mit 2:26:50 Stunden. Es war eins der schnellsten Debüts einer Deutschen über 42,195 Kilometer. Vier Monate später wunderte es kaum noch jemanden, dass sie als EM-Sechste von München zweitbeste Deutsche im Marathon wurde und mit dem DLV-Team sogar Gold holte. Dass sie aber beim BMW BERLIN- MARATHON noch einmal gut drei Minuten schneller sein würde, überraschte dann doch die meisten Beobachter. Nicht aber die Läuferin selbst: „Ich wusste, dass ich 2:24 laufen kann. Das Training war gut, alle Werte stimmten. Ich habe mich im Vorfeld allerdings mit Prognosen zurückgehalten, weil ich es nicht verschreien wollte“, erklärte die Läuferin von der LG Telis Finanz Regensburg. In Berlin lief es von Beginn an richtig gut für sie. In 71:50 Minuten erreichte sie die Halbmarathonmarke. „Da hat’s mich dann aber irgendwie in den Fuß gestochen. Es tat so weh, dass ich entscheiden musste, ob ich weiterlaufe oder aufhöre. Mir war aber klar, dass dieser Fuß in vier Wochen nicht besser werden würde, und habe mich entschieden, es durchzuziehen.“ Was sie auch tat. Trotz der Fußschmerzen konnte sie das Tempo in der zweiten Hälfte halten und steigerte ihre Bestzeit von 2:26:50 schließlich auf 2:23:47. „Ich bin ich froh, dass der Fuß bis ins Ziel gehalten hat“, meinte sie danach. Großen Anteil an ihrer Leistung hatte ihr Tempomacher. Chris Thompson aus Großbritannien ist ein erfahrener und mit 42 Jahren immer noch sehr schneller Marathonläufer. 2010 gewann er Silber bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Barcelona über 10.000 Meter. Seinen schnellsten Marathon lief – 89 –

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