SO LIEF DAS RENNEN DER FRAUEN riss sie die Führungsgruppe mit einer enormen Tempoverschärfung auseinander. Den Abschnitt zwischen 15 und 16 Kilometer lief Tigst Assefa gemeinsam mit Workenesh Edesa in 2:59 Minuten. Es war ihr schnellster Kilometer im Rennen und ein Tempo, das gelaufen wird, um eine Zielzeit von rund 2:06:00 Stunden anzupeilen. Ihre Landsfrau fiel dann wenige Kilometer später zurück, und Assefa stürmte nach 66:20 Minuten über die Halbmarathon-Marke - eine Zeit, mit der sie viele internationale Rennen über diese Distanz gewinnen würde. Noch schneller lief Tigst Assefa in der zweiten Hälfte des Rennens. 65:33 Minuten wurden für sie gestoppt. „In der ersten Hälfte habe ich noch etwas an Kraft gespart für den zweiten Teil“, sagte Tigst Assefa, die mit ihrer Siegzeit von 2:11:53 Stunden in den 1980er-Jahren das Männerrennen des Berlin-Marathons hätte gewinnen können. 1983 siegte der Belgier Karel Lismont in 2:13:37, ein Jahr später triumphierte der Däne John Skovbjerg in 2:13:35. Acht Frauen unter 2:20: Auch das ist Rekord Mit hervorragenden 2:17:49 Stunden wurde die Kenianerin Sheila Chepkirui Zweite. Noch bis 2021 wäre diese Zeit ein Streckenrekord in Berlin gewesen. Auf Rang drei lief überraschend die Debütantin Magdalena Shauri, die mit 2:18:41 einen Rekord für Tansania aufstelle. Gleich Gute Laune bei hohem Tempo: Deborah Schöneborn auf den ersten Kilometern ihres Heimmarathons, den sie am Ende in 2:27:35 Stunden finishte.
acht Läuferinnen blieben in Berlin unter 2:20:00 Stunden - das gab es weltweit im Frauen-Marathon noch nie. Domenika Mayer war die mit Abstand schnellste deutsche Frau. Die 32-Jährige steigerte ihre Bestzeit von 2:26:50 um gut drei Minuten auf 2:23:47. Damit stieg sie sogar auf zur zweitschnellsten deutschen Marathonläuferin aller Zeiten. Auf Platz 19 lief Deborah Schöneborn in 2:27:35 während ihre Zwillingsschwester Rabea (beide Marathon Team Berlin) das Rennen nach der 25-km-Marke aufgab. Laura Hottenrott (PSV Grün-Weiß Kassel) belegte Rang 24 in 2:29:38. Während die Britin Charlotte Purdue als beste Europäerin Platz neun mit einer Steigerung auf 2:22:17 erreichte, lief Fabienne Schlumpf als 15. einen Schweizer Rekord mit 2:25:27. Domenika Mayer war die schnellste Deutsche beim BMW BERLIN- MARATHON 2023. Auf den folgenden Seiten stellen wir sie ausführlich vor.
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